If I die young

Herzlich willkommen im Jahr 1816!

Wir sind ein Rollenspiel zur Regency Zeit, mit Spielort in Bath und London im schönen England. Von der armen Bauernmagd bis hin zum adeligen Schnösel findet hier jeder seinen Platz. Wir spielen nach der Szenentrennung und mit fiktiven Charakteren. Wir sind ein netter kleiner Trupp, freundlich, recht aktiv aber passen uns dem jeweiligen Tempo an und freuen uns natürlich über neue Mitglieder. Du musst kein Hintergrundwissen mitbringen, hier ist jeder willkommen und unsere Enzyklopädie und der Support helfen Dir gerne weiter!
News

13. Mai 2026
Der Mai steht einmal wieder vollkommen im Sinne unseres Geburtstags und daher veranstalten wir auch hier wieder einen Postmarathon! Mehr dazu in den News!


12. April 2026
Wir haben heute eine kleine Überraschung für euch! Mehr dazu findet ihr in den News! <3

Inplaydaten & Wetter

April - Juni 1816

Unser aktueller Inplayzeitraum erstreckt sich im gesamten Jahr 1816, wobei momentan die Kernmonate April bis Juni besonders aktiv bespielt werden. Nach einem strengen Winter bahnen sich erste Frühlingsboten an. Sie sind in diesem Jahr jedoch sehr zurückhaltend und zumeist regnet es. Der Regen bestimmt auch die weiteren Wetterverhältnisse bis in den Juni hinein. Von kurzen Schauern bis zu anhaltendem Starkregen ist alles vertreten. Die Temperaturen bleiben bis Mitte Mai im unteren zweistelligen Bereich und können sich erst im Juni an die 20°C-Marke herankämpfen. Für Landwirte ist das Bestellen ihrer Felder kein Vergnügen, doch auch innerhalb der Städte kämpft man mit nicht trocknender Wäsche und aufgrund des hohen Grundwasserpegels feuchten Kellern. Die Hoffnung, dass die übermäßigen Regenfälle gegen Ende Juni ein Ende finden würden, ist allgegenwärtig.


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[Arbeit] Discretion required. Tea provided
Hausangestellte, 0/7 besetzt


Discretion required. Tea provided.
Es heißt, große Häuser leben von ihren Geheimnissen – Apsley House hat davon inzwischen mehr als genug. Es wird auch behauptet, dass ein großes Haus nicht von seinen Mauern zusammengehalten wird, sondern von den Menschen, die darin leben… und jenen, die im Hintergrund dafür sorgen, dass alles funktioniert.
In London gibt es Häuser, die für ihre Eleganz bekannt sind.
Andere für ihre erlesenen Gäste.
Und wieder andere für ihre ausgesprochen… interessanten Geschichten.

Das Haus Gray, Residenz des 1. Dukes of Wellington, seiner Gattin sowie seiner Großmutter, scheint derzeit entschlossen zu sein, von allem ein wenig zu bieten.
Vor kaum einem Jahr wurde die Ehe des Paares unter Umständen geschlossen, die selbst die fantasievollste Gastgeberin nicht besser hätte arrangieren können:
Der Duke, Charles Gray, kehrte gerade von seiner diplomatischen Mission in Paris zurück, während seine Zukünftige, Irene Cavendish, kurz zuvor von einem höchst zweifelhaften Herrn die große Liebe vorgespielt bekommen hatte, um ihr Ehemann werden zu können. Es war schon alles arrangiert, als der Hochstapler aufflog und bei einer spektakulären Flucht ums Leben kam.
Doch was nun? Die Gäste waren geladen, die Kirche geschmückt, das Essen vorbereitet… Und all das im guten Namen von Charles Großmutter, die dem Hochstapler ebenfalls erlegen gewesen war.
Die Lösung der Familie?
Eine schnelle Hochzeit.
Der gute Name musste schließlich gewahrt werden.
Man könnte nun erwarten, dass eine solche Verbindung entweder in romantischer Harmonie oder in völliger Katastrophe endet.
Wie so oft liegt die Wahrheit wohl irgendwo dazwischen. Irene und Charles kannten sich gut. Hatten früher gemeinsam oft zusammen Spaß. Er hatte sie gar einst heimlich verehrt. Und während er sie nie ganz vergessen hatte, trauerte sie noch um die eben erst verlorene, große Liebe.
Die Ehe begann daher mit höflicher Distanz.
Und entwickelte sich schnell zu einem Geflecht aus Missverständnissen, Stolz und verletzten Gefühlen. Leidenschaftliche Diskussionen waren zu vernehmen und eine gewisse Uneinigkeit darüber, wer in diesem Haushalt tatsächlich das letzte Wort hat, prägte die ersten Monate.

Ein seltsamer Wandel vollzog sich jedoch im Frühjahr - die Streitigkeiten wurden weniger, die Stimmen leiser, gemeinsame Mahlzeiten waren an der Tagesordnung, wie auch gemeinsame Unternehmungen. Die Dienerschaft erlebte auf einmal eine ausgeglichene Herrschaft und es ging das Gerücht um - die beiden hätten endlich einen gemeinsamen Nenner gefunden, ihre Liebe sogar entdeckt und das freudige Ereignis – die Duchess sei schwanger – machte alsbald die Runde im Haus, wie auch in der Gesellschaft.

Doch dann begannen ganz andere Gerüchte.

Eine Zofe verschwand.
Eine Affäre wurde geflüstert.
Der Duke begann wieder zu trinken.
Die Herzogin zog sich aus der Welt zurück.
Im Haus zog Stille und Einsamkeit ein.
Und irgendwo zwischen Tee, Silberbesteck und verschlossenen Türen versucht die Dienerschaft dieses Hauses verzweifelt Ordnung zu halten.
Darum suchen die Grays jene, die ihr Haus tragen. Menschen, mit Talent für:
  • Diskretion
  • Chaosmanagement
  • Beobachtungsgabe
  • Pflichtbewusstsein
  • und gelegentliche moralische Schadensbegrenzung.
Eines ist sicher: In diesem Haus wird niemals nur Tee serviert. Hier werden Geheimnisse bewahrt, Gerüchte geboren… und gelegentlich auch kleine Katastrophen sehr elegant vertuscht.

Charles & Irene Gray
SUCHEN # beide Ende 20 # Duke & Duchess # Aristokratie # Henry Cavill, Keira Knightley
„Darf ich mich vorstellen? Charles Gray, 1. Duke of Wellington, Bezwinger Napoleons, Shootingstar der Nation, Liebling des Prinzregenten – noch ein wenig zu jung für die ganze Verantwortung, ab und an auch ziemlich naiv, dafür reichlich charmant… Dummerweise hasse ich Gesellschaften und das ganze Tamtam um meine Person, liebe aber ein gutes Buch, ein Glas Rotwein und… die Gesellschaft meiner Frau.
Damit wären wir auch schon bei meinem liebsten Thema – darf ich vorstellen? Irene Gray, Duchess of Wellington, Tochter aus dem Hause Cavendish. Ein wenig älter als ich, ein Verstand, schärfer als ein Degen, wortgewandter und klüger als alle Damen zusammen, um mich regelmäßig zur Weißglut zu treiben. Anders als oftmals behauptet hat sie jedoch kein Herz aus Stein und ihre Arroganz ist auch nur eine weitere Mauer von vielen. Sie wägt jedes Wort ab, sieht Regeln als Schutz und Disziplin als Schild – und mich als unberechenbaren, emotionalen Wirbelwind, der ihr geregeltes Leben durcheinanderbringt.
Unsere Ehe? Unfreiwillig, ein Jahr alt, kompliziert und voller epischer Missverständnisse. Wir wollen dasselbe – Partnerschaft, Respekt, Freiheit, Liebe – und reden doch unterschiedliche Sprachen dieser Liebe. Ein falsches Wort, ein unbedachtes Lächeln, und schon lodern die Konflikte. Ich irrte in die Arme ihrer Zofe, spürte kurzzeitig Wärme und Anerkennung… und lernte fast zu spät, dass mein Herz nur Irene gehört.

Heute? Weiß sie von meiner Affäre. Leider. Wir essen getrennt, lesen getrennt, schlafen getrennt. Irene verbleibt in ihr Zimmer, meidet mich – und das Haus. Es herrscht eine spürbare Kälte. Upstairs wie Downstairs herrscht Chaos, und das Personal? Nun, wer wagt es, hier zu wirken, Geheimnisse zu wahren, Intrigen zu spinnen und dabei halbwegs unbeschadet zu bleiben?“

„Sie müssen nicht viel über mich wissen. Ich bin Irene Gray, Gemahlin des Duke of Wellington, und ich erwarte von Ihnen Pünktlichkeit, Verlässlichkeit, Verschwiegenheit und Sorgfalt. Ich möchte Sie nicht daran erinnern, was Ihre Pflichten sind, wie Sie ihre Aufgaben zu erledigen haben und welche Art Haushalt Sie in Ihrer Anstellung repräsentieren. Ihr größtes Anliegen sollte sein, dieses Haus in all seinen Facetten zum Strahlen zu bringen. Sie können zwei Mal im Jahr die vollständige Auszahlung Ihres Lohns erwarten und werden im späteren Verlauf mit Altenteilen Ihrer vorherigen Stellung entsprechend versorgt. Sonntags erwarten wir ein vollständiges Erscheinen in sauberer Kleidung bei der Messe.“


Rupert Carrington
GESUCHT # Gentleman’s Valet # ca. 55 Jahre # Veteran # Brendan Gleeson
Der erste Blick am Morgen. Der letzte am Abend.
Rupert Carrington kennt den Duke besser als jeder andere – und weiß Dinge, die nie ausgesprochen werden.
Ein Veteran vergangener Kriege, gezeichnet an Körper und Seele, wurde er einst von Charles aus dem Militär in den Haushalt geholt. Was als Pflicht begann, wurde zu etwas Tieferem: stille Loyalität, gewachsen aus gemeinsam überlebten Schlachten.
Rupert dient. Aber er beobachtet. Bleibt stets diskret.
Und manchmal erlaubt er sich – ruhig und pragmatisch - mehr zu sein als nur ein Diener.

Konflikt
Täglich agiert Rupert zwischen Loyalität und Urteil. Zwischen Schutz und Einmischung.
Er hält die Duchess für die falsche Frau – doch wie weit darf er gehen, ohne seinen Platz zu vergessen?

Bezug/Verbindungen
  • enge, unausgesprochene Bindung zum Duke
  • potentielle Spannungen mit Irene, die wiederum zu Spannungen mit Charles führen könnten
  • mögliche Allianz oder Reibung mit dem Butler (s.u.)
  • Respekt und Neid aus dem Personal

Szenenideen, Entwicklungen, Bezug zur Handlung
Der Mann, der alles sieht – und entscheiden muss, wann Schweigen Verrat wird.
Soll er sich mit dem Butler zusammentun, um dem jungen Duke aus seinen Eheproblemen herauszuhelfen? Oder unterstützt er den Butler in seinem Anliegen die viel zu junge Houskeeperin loszuwerden? Und was ist mit dem Footman, der auf einmal zu viele Fragen stellt? Oder mit diesem Kutscher, der sich zu oft in der Küche aufhält?

Mary Parlic
GESUCHT # Lady’s Maid # ca. 25 bis 32 Jahre # Zofe # Ella Hunt
Sie spricht wenig. Sie sieht alles.
Miss Parlic tritt in ein Haus, das von Gerüchten lebt – und übernimmt die Rolle der Zofe für die Herzogin, deren Vorgängerin „spurlos“ verschwand. Empfohlen von der Großmutter des Dukes, bewegt sie sich zwischen Pflicht und feinem moralischen Gespür.
Sie ordnet Kleider.
Aber sie erkennt Risse.
Sie weiß, dass sie still beobachten muss, um feinfühlig zu agieren.
Vorausschauend und umsorgend wird sie das Vertrauen der Duchess erlangen.

Doch ihre eigene zurückhaltende Art, bis hin zu sozialer Unsicherheit, wird ihr im Haus zunächst noch im Wege stehen.

Konflikt
Ihre Loyalität gilt der Duchess, denn Ehebruch ist eine Sünde. Aber ihr eigener moralischer Kompass lässt sich nicht einfach zum Schweigen bringen – er sucht nach der Wahrheit hinter diesen Gerüchten.
Was, wenn die Wahrheit komplizierter ist, als sie oder die Grays selbst glauben?

Bezug/Verbindungen
  • enge, stille Bindung zur Duchess
  • spürbare Distanz zum Duke
  • feine Wahrnehmung der Spannungen im Personal
  • mögliche Vertraute könnte die mütterliche Köchin (s.u.) werden.
  • zunächst Angst vor dem Duke, der in ihren Augen ihre Vorgängerin gewiss ausgenutzt hat
  • Perpetua zeigt sie sich gegenüber dankbar und loyal, sieht sie als ihre Förderin an.
  • der zu neugierige Footman stellt ihr zu viele Fragen

Szenenideen, Entwicklungen, Bezug zur Handlung
Die Beobachterin im Schatten – vielleicht die Einzige, die erkennt, was dieses Haus wirklich zerreißt?
Soll sie mit der Duchess über ihre Ehe reden oder den Duke reinen Wein einschenken? Hält sie sich zunächst zurück und erkundet die Gemächer ihrer Vorgängerin, malt sich aus, wie der Duke seine Position ihr gegenüber ausnutzte? Muss sie sich gar vor dem Duke fürchten? Ist er wirklich das Scheusal, das sie sich ausmalt? Würde ein solches Scheusal wirklich so geduldig vor der Tür ihrer Herrin ausharren, um Gnade winseln und im Zorn über die Distanz fluchen? Findet sie einen Brief, mit Erklärungen? Schließt sie sich dem Kammerdiener in seinem Versuch zu helfen an? Wird sie am Ende sogar Vermittlerin? Oder treibt sie den Keil tiefer zwischen die beiden?

Leonard Strickland
GESUCHT # ca. 60 Jahre # Butler # Ian McKellen
Tradition hat einen Namen - und er lautet Leonard Strickland.
Seit Jahrzehnten im Dienst der Familie von Perpetua, geprägt von der alten Ordnung, steht er nun in einem neuen Haushalt, der anderen Werten folgt, als jene, die er gewohnt ist. Strikt weigert er sich, diesen Wandel einfach hinzunehmen. Aber natürlich geht er seiner Arbeit diszipliniert und würdevoll nach.
Für ihn ist der Duke kein Held.
Sondern noch immer der kleine Junge, der erwachsen werden musste.

Konflikt
Seine Loyalität gehört nicht nur dem Haus, sondern ganz besonders seiner alten Herrin – Charles Großmutter Perpetua, die im Apsley House seit kurzem lebt und ihn Charles weiterempfohlen hat. Ihr hat er über 30 Jahre lang gedient, hat ihre Höhen und Tiefen miterlebt und kennt ihre Vorzüge wie auch ihre Abneigungen. Charles dagegen ist für ihn der „kleine“ Enkel, den er noch in kurzen Hosen kennt und ihn entsprechend, wenn auch respektvoll, behandelt.
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart hält er an Prinzipien fest, die nicht mehr überall willkommen sind. Während er stets zum Wohl von Perpetua entscheidet, übergeht er die Anweisungen seiner neuen Herrschaft, und bringt gerne alle im Haus gegen sich auf, wenn er betont, dass es „ihre Gnaden ganz anders bevorzugt“ und damit stets Perpetua meint und niemals Irene.

Verbindungen
  • enge, stille Bindung zu Perpetua
  • spürbare Distanz zum Duke
  • feine Wahrnehmung der Spannung im Personal
  • mögliche Vertraute oder vielleicht sogar ein romantisches Interesse an der Köchin
  • dem jüngeren Personal gegenüber wirkt er arrogant und von oben herab
  • für manch einem aus dem Personal kann er aber auch eine Art Vaterfigur sein
  • mit der Housekeeperin versteht er sich gar nicht gut – viel zu jung in seinen Augen – und dies führt zu möglichen Spannungen.
  • er neigt dazu Perpetua zu beschützen
  • Freundschaft möglich mit dem Kammerdiener, um gemeinsam die vielen Probleme im Haus zu lösen
  • vielleicht sind sie am Ende sogar verbündet, um die Ehe der Herzogin und des Herzogs zu retten
  • Haltung gegenüber Irene kann von „steht auf ihrer Seite, weil er es moralisch für sehr verwerflich hält die Ehefrau zu betrügen“ bis hin zu „steht auf Charles Seite, weil er findet eine Ehefrau hat alles mit Würde zu tragen, sogar eine Verfehlung ihres Mannes“ reichen.

Szenenideen, Entwicklungen, Bezug zur Handlung
Der Mann, der das Haus zusammenhält – indem er sich weigert, es sich selbst zu überlassen.
Dabei kann er stille Gespräche mit Peppy führen, Streit mit der Housekeeperin über Ordnung im Haus führen, jüngeren Dienern eine Vaterfigur sein, dem Grund für die Schnüffelei des Footman auf die Schliche kommen…
Ronan Fitzpatrick
GESUCHT # 25 Jahre # Footman # George MacKay
Er steht an Türen.
Und hört, was nicht für ihn bestimmt ist.
Ronan stammt aus einer irischen Familie, die seit Generationen den Grays dient. Loyalität ist für ihn kein Prinzip, sondern sein Erbe.
Doch nun trägt er ein Geheimnis: Der Duke hat ihn gebeten, genauer hinzusehen. Wo sitzt der Verräter im Haus, der schon einmal nach dem Leben des Dukes trachtete?
Die Pflicht kennt keine Freunde und vielleicht schaut er manchmal zu genau hin und verrät seinem Herren Dinge, die ihn nichts angehen.

Verspielt er am Ende sogar das Vertrauen im Personal oder wird er gar ein Verbündeter, der noch mehr Geheimnisse wahren kann?

Konflikt
Ronan wird immer zwischen Pflicht und Gewissen entscheiden müssen. Er wird sich nie sicher sein können wie weit er gehen darf, bevor aus seinen Beobachtungen Verrat wird. Das könnte seine Freundschaften gefährden, ihm neue Feinde bescheren oder ihn gar in Gefahr bringen, wenn er dem Täter (der Kutscher) auf die Spur kommt.

Verbindungen
  • Ronans Familie arbeitet seit Generationen für die Grays.
  • Als Kind wuchs er auf dem irischen Sitz der Familie Gray auf.
  • Ronan kennt Charles daher schon als Kind.
  • loyal zum Duke
  • erfüllt auch alle Aufträge der Duchess gewissenhaft
  • zunehmend wird er jedoch misstrauisch gegenüber dem Personal, das seine eigenen Geheimnisse hat
  • der gut gelaunte junge Ire ist eigentlich sehr beliebt beim ganzen Personal und hat eine mögliche Freundschaft mit dem Footman Laurie
  • er fällt zunächst nicht mit seiner Spionage auf, weil er geschickt nur Gespräche belauscht, harmlose Fragen stellt – doch schnell findet er die Geheimnisse der anderen heraus. Nur welche sind wichtige, welche eine Gefahr?

Szenenideen, Entwicklungen, Bezug zur Handlung
Der stille Beobachter, der vielleicht zu spät merkt, dass er selbst Teil des Spiels geworden ist.
Denn den wahren Täter kann er nicht finden. Zunächst nicht. Zu vieles passiert im Haus. Der im Rausch tobende Duke, die hinter verschlossenen Türen weinende Duchess, die heimlichen Treffen von Footman Laurie mit dem Hausmädchen Minka und die regelmäßigen Besuche einer Prostituierten bei ihrer Schwester an der Hintertür, halten Ronan auf Trab. Was stellt er mit dem Lakaien an, der Vorräte aus der Wurstkammer stiehlt? Und nach was genau sucht er? Denn die Spur, die eigentlich zu Nathan Flanagan, der als Kutscher arbeitet, führen soll, ist gut verborgen und nach und nach erst spürt er ihn auf.
Und hat er nicht auch noch ein Auge auf die hübsche, junge Housekeeperin geworfen?
Mrs. Clara Whitmore
GESUCHT # 26 Jahre # Housekeeper # Lucy Boynton
Zu jung. Zu ehrgeizig. Zu sichtbar.
Clara Whitmore ist nicht ernannt worden – sie ist einfach geblieben.
Als die alte Ordnung zerfiel, hat sie sie stillschweigend ersetzt.
Doch Anerkennung ist ein anderes Spiel.
Ganz gleich wie pflichtbewusst und pedantisch sie ihre Arbeit verrichtet, es gibt immer von einer Seite Kritik. Dabei kämpft sie um Kontrolle und Perfektionismus, um von sich und ihren Qualitäten zu überzeugen.

Konflikt
Clara muss ihre Autorität behaupten, ohne sie offiziell zu besitzen. Denn ihre Position ist ihr mehr oder weniger zugeflogen. Aus der guten Mittelschicht kommend, begann sie schon in Irland unter dem verstorbenen Gray senior als Upper Housemaid oder Assitant Housekeeper zu arbeiten. Drei Jahre verbrachte sie hier, als der Erbe, Charles, nach England zurückkehrte und seinen Hauptwohnsitz nach London verlegte. Clara zog mit um, erlebte die Hochzeit und den Einzug von Irene Gray in das Apsley House. Mitte April verstarb die eigentliche Housekeeperin und weil aktuell im Haushalt der Grays alles stillsteht, gab es keine neue Einstellung. Clara rückte automatisch an ihre Position und übernahm pragmatisch eine Aufgabe nach der anderen. Sie wurde jedoch niemals offiziell von Irene dazu ernannt und kämpft um die Anerkennung der Duchess, so wie die des übrigen Hauspersonals.

Verbindungen
  • strebt nach Anerkennung durch die Duchess
  • Spannungen zwischen ihr und dem Butler kommen auf, sie ist zu jung, er zu arrogant
  • sie ist Vorbild für jüngere Maids im Haus
  • potenziell im Fokus des misstrauischen Footman, der im Auftrag von Charles agiert (s.u.)

Szenenideen, Entwicklungen, Bezug zur Handlung
Eine Frau, die bereits führt – und nur noch darauf wartet, dass es jemand ausspricht.
Denn immer wieder gibt es Streit mit dem Butler über die Hierarchie, was sie die Kontrollen der Arbeiten im Haus noch nervöser durchführen lässt. Es werden Momente kommen, in denen sie eigenständig wichtige Entscheidungen treffen muss. Sie wird ihre Position nach allen Seiten hin verteidigen müssen. Vielleicht wird sie der Footman gar für etwas beschuldigen, obwohl es gar nicht ihr Fehler war.


Fiona Byrne
GESUCHT # 20 bis 27 Jahre # Hausmädchen # Morfydd Clark
Sie arbeitet leise.
Und lebt mit einer Angst, die niemand sehen darf.
Fiona versucht, sich ein einfaches, ehrbares Leben aufzubauen, doch ihre Vergangenheit klopft regelmäßig an die Hintertür. In Form einer Schwester, die sie nicht retten kann… und nicht verlieren will.

Dafür tut sie alles, um ihre gute Stellung zu behalten. Doch auch wenn sie fleißig und verantwortungsbewusst arbeitet, weiß sie, dass es nicht reicht um eines Tages aufzusteigen. Dafür ist sie viel zu pragmatisch und unter Druck unterlaufen ihr gerne Fehler. Zudem ist sie schüchtern und überlässt gerne selbstbewussteren Menschen den Vortritt.

Konflikt
Fionas Liebe zu ihrer jüngeren Schwester wird sie immer zwischen Pflichtgefühl und Selbstschutz wählen lassen. Doch der Druck wächst. Wie lange kann sie ihr Geheimnis verbergen, bevor es ihr alles nimmt? Bevor der neugierige Footman zu viel herausfindet und die strenge Housekeeperin einen Fehler zu viel von Fiona findet? Dabei möchte sie nur ihre jüngere Schwester retten, die tief gefallen ist und als Prostituierte arbeiten muss. Fiona schämt sich für sie, sieht sich aber für die Jüngere verantwortlich.

Verbindungen
  • sie bewundert die Housekeeperin, weil sie wie jemand wirkt, der alles im Griff hat
  • der Butler, der alles sieht und weiß, wird zu einem stillen Unterstützer für sie und ihr Geheimnis
  • Gefahr geht von den Beobachtungen des Footman aus
  • der Footman könnte ihr Geheimnis aber auch bewahren und im Tausch dafür von ihr Informationen verlangen von all jenen Orten, an die er als Footman nicht hinkommt.

Szenenideen, Entwicklungen, Bezug zur Handlung
Ein kleines Leben mit großen Risiken – und Entscheidungen, die niemand bemerken darf. So würde Fiona ihr bescheidenes Leben nicht betrachten, aber es entspricht der Wahrheit. Die Schwester wird geheim gehalten, aber wie lange kann das gut gehen?
Sie lässt sich von Ronan, dem Footman, als Spionin anwerben und fällt so vielleicht bei der von ihr verehrten Housekeeperin in Ungnade. Wie lange noch, bis die Herzogin sie entlässt? Soll sie sich mit anderen im Haushalt verbünden? Gerät sie dabei gar an den Falschen? An den Kutscher, der eigentlich gar kein Kutscher ist, sondern die Grays bei einem Attentat töten möchte?
Mrs. Maeve Donnelly
GESUCHT # 50 bis 55 Jahre # Köchin # Imelda Staunton
Das Herz eines Hauses schlägt in der Küche.
Maeve Donnelly kennt die Grays länger als viele Mauern dieses Hauses stehen. Für den Duke war sie stets mehr als nur eine Köchin – eher Zuflucht als Dienstbotin.
Und sie weiß mehr, als sie je sagen würde. Doch nicht all ihre Geheimnisse blieben gut gehütet.

Trotzdem hat sie sich ihre humorvolle Seite mit diesem gewissen, trockenen Unterton bewahrt, regiert ihre Küche mit mütterlich, warmer Strenge, ist bodenständig und lebensklug. Sie schaut optimistisch auf die Probleme anderer und bleibt emotional stark. Für viele wirkt sie allwissend, was alleine an ihrer Lebenserfahrung liegt.

Konflikt
Sie ist stark zwischen Vergangenheit und Gegenwart gefangen. Vor allem zwischen Loyalität zum Duke – und dem, was richtig wäre. Denn Maeve ist seit ihrer Jugend im Haushalt der Grays tätig. Sie kochte bereits für Charles‘ Vater und, was niemand – außer Charles seit kurzem – weiß, hatte eine Affäre mit Charles Vater. Zwar vor dessen Ehe, aber noch während er schon in Verhandlung um die Tochter von Perpetua stand. Sie hat einen Sohn aus dieser Beziehung, der mit Charles aufwuchs, ohne je zu erfahren, wer Charles tatsächlich ist. Für Charles dagegen war die Küche als Kind stets ein Zufluchtsort. Er verbindet die Küche und Maeve mit mütterlicher Fürsorge, warmer Milch, frischen Keksen und einer Wärme, die nicht nur vom Kamin ausging. Ein starker Kontrast zu seinem kühlen, abweisenden Vater und der strengen Erziehung.
Und nun soll ihr Schützling, der gerne um ihren Rat bittet, selbst eine Affäre gehabt haben? Kann sie ihm das verzeihen oder ist sie überhaupt in der Position, um ihn dafür verurteilen zu dürfen? Wie soll sie sich der Duchess gegenüber verhalten, die, allgemein bekannt, Iren nicht leiden kann? Kann sie sich in ihr Herz hineinkochen? Jetzt wo sie schwanger ist und starke Gelüste hat, die sich stündlich ändern?

Verbindungen
  • mütterliche Bindung zu Charles
  • vorsichtige Annäherung an die Duchess
  • Vertraute für das Personal
  • mögliche leise Romanze im Haus mit dem Butler oder Kammerdiener
  • bekocht Charles gerne mit seinen Leibspeisen, wenn sie spürt, dass es ihm nicht gut geht
  • Maeve kümmert sich rührend um alle Belange Downstairs – vom Liebeskummer bis hin zum kleinen Schnupfen – sie kennt für alles einen Rat oder eine gute Medizin.
  • Ihrem wachsamen Auge entgeht nie irgendetwas und sie kann in allen Handlungsbögen das eine oder andere in Erfahrung gebracht haben, um es auf ihre Weise zu regeln - die kleine Liebesgeschichte um Laurie und Minka, das heimliche Herumschnüffeln des jungen Footman, das seltsame Verhalten dieses neuen Kutschers Nathan, die Schwester des Hausmädchens, das ständig um Geld bettelt…

Szenenideen, Entwicklungen, Bezug zur Handlung
Die Frau, die alles weiß – und entscheidet, welche Wahrheit serviert wird.
Und die Wahrheit findet sie heraus, wenn Charles nachts in die Küche schleicht, um sie in seine Not einzuweihen, oder wenn sie sich harmlos über die Wünsche der Duchess informiert und dabei doch ein paar Fragen zu viel stellt. Und was wird sie erst unternehmen, wenn sie hinter all die Geheimnisse im Haus gekommen ist?
Wie kann sie Charles davon abhalten sich für die Sünden seines Vaters schlecht zu fühlen, denn er kann für dessen Affäre nichts, aber für die eigene. Schenkt sie ihm reinen Wein ein oder hält sie zu ihm, damit er sich gegen Irene behaupten kann? Wie berichtet sie ihrem eigenen Sohn, wer er wirklich ist?

Keep the silver polished. The secrets even more so.
„Wenn Sie es bis hierhergeschafft haben, Gratulation – Sie sind mutig, neugierig oder schlicht verrückt genug, um es mit uns zu versuchen. Denn ganz ehrlich:
Das hier ist schon kein Gesuch mehr. Das ist ein Haus, in das man eintreten möchte… obwohl man genau weiß, dass man besser draußen geblieben wäre. Also – herzlich willkommen im Hause Gray.

Ja, wir sind nicht ganz normal. Zwischen eisigen Blicken, flüchtigen Geständnissen und gelegentlichem Chaos läuft bei uns das Drama wie ein gut inszeniertes Theaterstück.
Wer ein Teil unseres Hauses wird, darf nicht nur den Kaffee bringen oder die Kleider richten. Vielmehr betritt er eine Bühne voller Intrigen, Geschichten, Geheimnissen und verschlungener Wege. Aber vor allem: mit viel Herz. Wenn Sie also das Drama lieben, den Witz schätzen und gelegentlich einem frustrierten Duke oder einem seufzenden Augenrollen der Duchess begegnen wollen – scheuen Sie sich nicht. Wir warten schon… und ja, wir sind neugierig auf Sie.“

Famous last words:
Dieses Gesuch ist keine bloße Aufzählung von Pflichten und Titeln. Kein Gesuch, das nur leere Plätze im Haus besetzen möchte. Es ist eine Herzensangelegenheit von uns beiden, den Spielerinnen hinter Irene und Charles. Die Grays erforschen mit uns beiden seit vier Jahren das Kapitel der arrangierten Ehe, erleben Höhen und Tiefen, hatten gute Momente und wirklich schlechte Zeiten. Sie können miteinander ein Traum-Duo sein oder sich wie zwei Feinde im Schützengraben ein Wortscharmützel liefern, das Seinesgleichen sucht – auch hier sind sie verlässlich ein Traum-Duo.
Ja, der aufmerksame Leser spürt sicher, hier steckt viel Liebe in der Ausführung und Weiterführung der Charaktere. Wir würden sehr gerne davon ein Stück abgeben und zwar an das Personal downstairs. Der komplexe Haushalt bietet den interessierten Spieler*innen an der working class zahlreiche Möglichkeiten untereinander zu erspielen, aber auch Teil der Haupthandlung zu werden.
Und dennoch gibt es genug Freiraum, einen der Charaktere für sich selbst so zu gestalten, dass er sich in alle Richtungen entwickeln kann.
Und wer sind die zwei Verrückten hinter Irene und Charles?

Charles wird von Mel begleitet. Sie ist seit über zwei Jahrzehnten im Rollenspiel vertreten und übt das Hobby immer noch mit Herzblut und Leidenschaft aus. Das Plotten ist ihr Steckenpferd, die Ideen gehen ihr dafür nie aus. Mit einer soliden Wortanzahl bedient sie ihre Postpartner in regelmäßigen Abständen und füttert Szenen mit spektakulären Wendungen.
Irene und Julia liegen gern im Clinch, wer die Oberhand über wen hat. Meistens entwickelt Irene ihr Eigenleben. Julia selbst hetzt diesem ständig nach, aber das ist sie von ihrem realen Leben gewohnt, in dem sich chaotische und unplanbare Episoden mit ruhigen Wochen abwechseln und Julias Postfrequenz damit steigt und fällt. Das Board aufgeben würde sie dennoch nie.
Wir würden uns sehr freuen, wenn wir interessierte User mit diesem Gesuch anlocken können. Downstairs und Upstairs sollen eine wundervolle Symbiose bilden, und sich in alltäglichen Situationen auf verschiedene Weise begegnen können. Gerne könnt ihr eure eigenen Ideen darin verwirklichen und so nicht nur die Charaktere mit Leben füllen, sondern auch gleich ein ganzes Haus.
Auf eure Bewerbung freuen sich…
Mel & Julia
Gestern, 22:40


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Discretion required. Tea provided - von Charles Gray - Gestern, 22:40



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Jedoch hatte Irene gelernt, und es war ganz sicher kein Prozess gewesen, der über Nacht stattgefunden hatte, sondern über Monate, dass das ihre Art zu leben war. In gewisser Weise hatte sie das Fundament gebaut und den Boden gepflügt. Um einer reichen Ernte entgegenzusehen, bedurfte es allerdings nicht bloß einer Hand voll qualitativ guter Samen, sondern auch Sonnenschein, Regen, Seifenblasen – Träume. Es bedurfte eines Menschen, der, anders als sie, wiederum dazu imstande war, das Fundament zu schmücken. Und so sah sie sich unvermutet einem Heiratsantrag gegenüber, den sie nicht gleich angenommen hatte.
Design & Outro


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